Die 5 größten Mythen über das Töpfchentraining

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Als Mama oder Papa eines kleinen Kindes kannst du so einige Meilensteine feiern.

Das erste Lächeln.

Die ersten Schritte.

Das erste Wort.

Als Mutter von zwei Kindern war es aber ein ganz anderer Meilenstein, der unser Leben nachhaltig verbessert hat – Die Zeit nach der Windel! Warum fragst Du Dich?

Nun ja, der Windelverbrauch hängt zwar sehr stark vom Baby und den Wickelgewohnheiten der Eltern ab, aber im Durchschnitt benötigen Kinder heutzutage 6000 Windeln (In Worten: SECHSTAUSEND), bis sie sauber sind Und das sind SEHR VIELE Windeln. Und höchstwahrscheinlich hast du bereits selbst die meisten davon gewechselt…

Wir alle lieben unsere Kinder.

Aber ganz unter uns gesagt, NIEMAND liebt es, die stinkenden Windeln eines 2-jährigen Kindes zu wechseln!

Windelfrei zu werden, ist nicht nur eine aufregende Zeit für dich, es ist vor allem eine aufregende Zeit für deinen kleinen Schatz. Dein Kind wird es lieben sich in der Unterhose für große Mädchen bzw. Jungen „groß“ zu fühlen.

Doch leider gibt es so einige Mythen (und schlechte Methoden), die den Erfolg deines Kindes auf dem Töpfchen verhindern. In diesem Artikel werde ich die 5 größten Mythen über das Töpfchentraining aus meiner langjährigen Erfahrung als Töpfchentrainerin enthüllen. Hast Du diese Mythen entlarvt, wird das Trockenwerden ein Kinderspiel.

 

1. Jungs sind schwieriger zu trainieren als Mädchen

Das ist wohl eine der häufigsten und ältesten Mythen.

Es spielt KEINE Rolle, ob du einen Jungen oder ein Mädchen trainierst. Die Erfahrung des Töpfchentrainings und die Ergebnisse sollten dieselben sein.

Es ist keinesfalls schwieriger Jungs aufs Töpfchen zu bekommen als Mädchen.

Viele Eltern scheinen die Dinge mit Jungs einfach komplizierter zu machen, obwohl Jungen exakt genauso für das Töpfchen trainiert werden sollten wie Mädchen.

 

2. Mein Kind wird mir sagen, wann es bereit ist

Äh… NEIN! Darauf zu warten, dass Dein Kind dir sagt, wann es bereit für das Töpfchentraining ist, ist ein großer FEHLER. Für die meisten Kinder funktioniert das so einfach nicht.

Aus meiner Erfahrung als Mama und “Töpfchentrainerin” weiß ich, dass Kleinkinder üblicherweise bereit sind, wenn sie ~20 Monate alt sind.

Viele Eltern warten jedoch viel, viel länger, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt.

Spare dir Geld, indem du rechtzeitig aufhörst Windeln zu kaufen und fange einfach mit dem Töpfchentraining an!

 

3. Dein Kind von Anfang an regelmäßig aufs Töpfchen zu setzen, wird es trainieren

Den vielen Eltern, die zu lange warten, ihr Kind für das Töpfchen zu trainieren, stehen mindestens genauso viele Eltern gegenüber, die glauben, dass ihr Kind schnell lernt, sauber zu werden und das Töpfchen selbst zu benutzen, wenn sie es regelmäßig und womöglich noch für “Ewigkeiten” aufs Töpfchen setzen.

Doch in der Regel lernen diese Kinder nicht schneller trocken zu werden, als diejenigen, die von ihren Eltern überhaupt nicht aufs Töpfchen gesetzt werden!

Noch schlimmer:

Diese Methode des auf der Toilette sitzen und es zu „probieren“, kann sogar bei einigen Kindern Ängste gegenüber des Töpfchens auslösen und dann in einem langwierigen Kampf um den Toilettengang enden.

Der beste Weg für dein Kind zu lernen, ist ihm oder ihr beizubringen, seine bzw. ihre eigenen Körpersignale zu lernen!

Hat dein Kind das einmal verstanden, so wird es wissen, wann es das Töpfchen benutzen muss und es wird automatisch zu etwas, was es freiwillig und gerne macht.

 

4. In der Tagespflege wird mein Kind fürs Töpfchen trainiert

Wenn du denkst, dass die Tagesmutter oder die Erzieher im Kindergarten deinem Kind beibringen, wie es sauber wird, wirst du nur schwer enttäuscht werden. Daher hier für alle jungen Mamas und Papas die Wahrheit: Es gibt nur wenige Betreuer, die die Eltern beim Trockenwerden ihrer Kinder unterstützen.

Die Methoden ähneln dabei oft den wenig erfolgsversprechenden Varianten, wie beispielsweise schon das erwähnte „stundenlange auf dem Töpfchen sitzen“.

Unterscheiden sich die Lernmethoden zwischen Zuhause und Tagespflege, so wird es dein Kind nur verunsichern und durcheinander bringen. Und damit wird sich der Prozess des Sauberwerdens nur noch mehr in die Länge ziehen.